Lebensbaum Lebensraum

Diese Bäume sollen wachsen können, als Symbol für Dankbarkeit,  Achtsamkeit, sowie für den Wunsch auf einen gesunden Planeten und eine Zukunft für die Menschenfamilie.

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Dies ist ein Aufruf beim Projekt "Lebensbaum Lebensraum" mitzuwirken, ein Baumpflanzungsprojekt welches zum Ziel hat, Schulinhalte umzustrukturieren. Die Natur die uns Nährt und die Erde die uns trägt sollen wieder in den Mittelpunkt unseres Lernens und Lebens gerückt werden. Die neue Generation soll dadurch gestärkt werden um den Herausforderungen unserer Zeit gewachsen zu sein und wieder ganzheitlich zu denken, zu fühlen und zu handeln. Die Erwachsenen sollen durch das Projekt ein Ansporn kriegen sich mit Sinn und Herz für die heranwachsenden Generartionen einzusetzen.

 

An alle Schulen der Schweiz

Der Brief

Liebe Schulleiterinnen und Schulleiter 

Liebe Lehrerinnen und Lehrer

 

Ich adressiere mich an Euch mit einer Initiative, welche aus der Covid-Situation, die nun zu immer stärkeren Massnahmen an den Schulen führt, entstanden ist. Die Sorge um die Gesundheit nimmt uns sprichwörtlich den Atem. Die Massnahmen gegen das Coronavirus erschweren uns nicht nur die Bewältigung des Schulalltags, sondern auch ein emphatisches Verhalten gegenüber der Mitwelt.

 

Wir Lehrer und Lehrerinnen arbeiten tagtäglich mit heranwachsenden Menschen, welche den Grossteil ihres Lebens noch vor sich haben. Das ist eine Aufgabe, die grosse Verantwortung von uns verlangt, was manchmal belastend sein kann. Aber es ist auch eine Aufgabe, die sehr grosse Möglichkeiten bietet, zu einer nachhaltigen Veränderung von gesellschaftlichen Mustern beizutragen. 

 

Jetzt schon müssen elfjährige Kinder täglich während mehreren Stunden Masken tragen und mit weniger Sauerstoff  auskommen, weil ein klitzekleines Virus, das sich rasend schnell über die ganze Welt verbreitet, viele Menschen in Angst versetzt.  Aber was wird erst werden, wenn die Lungen der Welt (Amazonas, Australiens Wälder, Indonesien, Malaysia usw.) abgeholzt oder abgebrannt sind, oder Methangase aus Eisbergen freigesetzt werden, weil sie schmelzen? Welche Schutzmassnahmen greifen dann noch? 

 

Betrachten wir das Leben und die Erde, wie es Naturvölker einst getan haben, oder die wenigen Übriggebliebenen dies heute noch tun, so werden Geschehnisse als Antwort auf Handlungen gesehen. Globale Geschehnisse als Antwort auf die Handlung der Erdbewohner. Wenn wir nun Corona als eine solche Antwort verstehen, was symbolisieren die Lunge und die Atmung? Sind sie nicht Symbol für Austausch, Symbol eines Kreislaufs aus Geben und Nehmen, Symbol für die Verbindung von Innen und Aussen? Stehen unsere Handlungen wirklich noch in einem gesunden Zusammenhang mit der Natur? Können wir da noch von einem ausgewogenen Austausch, von einem Geben und Nehmen sprechen, von einer wahren Verbindung zwischen unserem Inneren und der Natur als das Äussere? Jeder Mensch kann sich selbst die Frage stellen, wieviel sie/er in ihrem/seinem  Leben von der Erde bereits genommen,  und wieviel sie/er zurück gegeben hat?

 

Daher mein ganz aufrichtiger Aufruf an alle: „Lasst uns gemeinsam unsere Möglichkeiten nutzen. Lasst uns jetzt handeln, für die Kinder und im Dienste des Planeten Erde!“

 

UND LASST UNS PROBLEME BEI DER WURZEL PACKEN. LASST UNSERE KINDER SICH MIT DER NATUR VERWURZELN. LASST UNS BÄUME PFLANZEN MITTEN INS ZENTRUM UNSERES SCHULALLTAGS UND SIE EHREN UND PFLEGEN. DENN SIE SIND DIE KÖNIGE! 

 

UND SO GEHT'S:

Jede Schule in der ganzen Schweiz (oder idealerweise überall) pflanzt pro Klasse mindestens einen Baum. Jede Schule hier hat viel Land. Eventuell muss jeweils etwas Beton dran glauben, oder am Rande des schulischen Fussballfeldes kann eine Baumallee gepflanzt oder ein Dach kann auf grün umfunktioniert werden. Gemeinden könnten, einen nahegelegenen Platz zur Verfügung stellen.

Nehmt ausschliesslich einheimische Bäume, die mindestens so gross sind wie das grösste Kind der Klasse. 

Lasst die Kinder beim Loch ausheben und pflanzen mithelfen. (Genaueres im Anhang).

Thematisiert mit den Kindern, wieso die Schule das macht. Lasst es nicht nur ein Projekt unter vielen sein, sondern ein Anfang. Ein Anfang für ein neues Verständnis, für eine neue Generation, welche hoffentlich ganzheitlich fühlen, denken und handeln wird. Kreiert ein Dankesritual für die Erde, für Mutter Natur, die uns trägt und nährt.

Führt das Ritual regelmässig beim Baum durch und bedankt Euch bei ihm dafür, dass er da ist, Schatten und Feuchtigkeit spendet, dass er mit Euch zusammen im Kreislauf atmet und uns alle daran erinnert, wer wir sind und welche Dinge im Leben wirklich wichtig sind. Thematisiert mit den Kindern das Geben und Nehmen, das Werden und Vergehen und die verlorene Verbindung zwischen Mensch und Natur. Lasst Euch vom Baum zu neuen Lerninhalten inspirieren, zum Spielen, Singen, Tanzen, zum still Sein und in sich Hineinhorchen.... Stellt die Natur ins Zentrum Eures Lehrens und Lernens, damit die Kinder fühlen können, dass im Zentrum unseres Lebens die Erde steht und nicht wir mit unserem vermeintlichen Wohlstand.

In meiner bald 20-jährigen Tätigkeit als Lehrerin ist mir bewusst geworden, dass das vorherrschende Schulsystem hauptsächlich darauf ausgerichtet ist, die Kinder in den Bereichen zu fördern, welche ein gutes Funktionieren in unserem Wirtschaftssystem ermöglichen. Sollen unsere Kinder denn wirklich einem System dienen, welches sie immer weiter in eine Sackgasse führt?

 

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann" 

Aus der Rede: Meine Worte sind wie Sterne. 1854 von Häuptling Seattle. (Eine wundervolle und berührende Rede. Im Internet zu finden.)

 

ORGANISATORISCHES:

Ich schreibe einige Schulen in Biel an, und bitte Euch Schulleiterinnen und Schulleiter, jeweils mindestens 5 weitere Schulen anzuschreiben und zum Mitmachen zu animieren. Euch Lehrerinnen und Lehrer bitte ich diesen Brief an alle LehrerInnen die ihr kennt, vor allem auch in anderen Kantonen, weiterzusenden. Bestimmt nützt es, eine kleine persönliche Anmerkung beizufügen.

Bitte lasst keine Zeit verstreichen, so dass es möglichst schnell Wellen schlägt, und die Bäume gepflanzt werden können. Informiert die lokalen Medien über diesen "Anfang", so können auch Kitas, Quartiere, Firmen, Einzelpersonen u.a. davon inspiriert werden. Wenn es publik wird, gibt es sicher Menschen, welche bereit sind, das finanziell oder mit Menschen-Kraft zu unterstützen. Es soll sich möglichst weit ausbreiten.

GEMEINSCHAFT SOLL FÜHLBAR WERDEN!

 

Bestimmt wisst ihr viele Gründe diese Initiative nicht umzusetzen. Aber es gibt einen wichtigen Grund es zu tun: Wir haben keine zweite Erde!

Ich freue mich über eine kurze Rückmeldung und hoffe Ihr seid alle dabei. Ich bin sicher die Kinder werden es uns danken!

 

Ihr könnt mich auf lebensbaumlebensraum@etvoixla.ch kontaktieren.

 

Auf der Webseite (website link?) Lebensbaum/Lebensraum werden neue Infos bekannt gegeben.

 

Nutzt die Plattform Pintarest, um Eure Ideen und natürlich die der Kinder für alle Arten von Aktivitäten rund um den Lebensbaum publik zu machen um andere damit zu inspirieren. Schreibt jeweils als Titel LebensbaumLebensraum/Der Titel der Idee. Ich hoffe es werden ganz viele Ideen zusammengetragen.

 

Ich danke Euch sehr für das Lesen dieses Briefes!!! 

 

Herzlich

Noémie Wyss

 

 

ANHANG:

Aus einem tollen kleinen Gärtnerbuch "Achtsame Gedanken für Gärtner" von Clea Danaan habe ich folgende Anleitung für das Baumpflanzen:

 

Lasst die Kinder selber das Loch ausheben (oder holt Eltern zur Hilfe). Es muss dreimal so gross sein wie der Wurzelballen.

Füllt das Loch bis oben mit Wasser auf, dann schaut mit den Kindern zu wie das Wasser langsam versickert. Schüttet ein bisschen Komposterde rein. Diese sollte nicht allzu nahrhaft sein, damit sich der Baum nicht an den Nährstoffen satt frisst und in der Erde um ihn herum keine mehr findet. Nun kommt der Baum ins Loch. Bewässert die Erde um den Wurzelballen nochmals und wartet erneut bis das Wasser eingesickert ist. Nun kann das Loch mit der ausgehobenen Erde wieder zugeschüttet werden.

Sprecht Euch im Schulhaus ab, welche Klasse welchen Baum wählt. Bio-Diversität ist zu beachten. Jede Klasse soll eine andere Baumart setzen. Denkt auch an Obstbäume. 

 

Mit dem Link: www.prospecierara.ch/pflanzen/unsere-pflanzen/obst/obst-anbauen.html gelangt Ihr direkt auf die Seite von ProSpecieRara auf welcher ihr Hilfestellungen findet zur Auswahl und Pflanzung eines Baumes. 

 
 

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann"

Aus der Rede "meine Worte sind wie Sterne" von Häuptling Seattle, 1854

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